Eine kleine Geschichte der Kosmetik – Teil 1

Schon in frühen Kulturen hat die Menschheit der Wunsch nach Schönheit vereint. Archäologische Funde belegen dies – Kosmetik ist keine Erfindung der Gegenwart.

Erstmals hat man in ägyptischen Königsgräbern aus der Zeit von ca. 4500 v. Chr. Beigaben wie Kämme, Spiegel, Schminkpaletten aus Schiefer und Gefäße für Salben gefunden.

Bei den alten Griechen galt Schönheit als Leitbild für die Harmonie zwischen einem gesunden Geist und einem gepflegten, trainierten Körper. Neben Sport waren Massagen mit parfümierten Ölen, Wasseranwendungen und spezielle Diäten gefragt.

Im Mittelalter war durch den religiösen Einfluss des Christentums jegliche kosmetische Pflege verpönt, während der Einsatz von Kräutern an Bedeutung gewann, mit deren Hilfe man versuchte, Krankheiten zu bekämpfen. Auch das Kräuterdampfbad zur Pflege der Haut hat hier seinen Ursprung. Öffentliche Badestuben wurden genutzt, um gemeinsam in Holzbottichen zu baden und Neuigkeiten auszutauschen.

Mit den Kreuzzügen kam die Pest ins Land, aus Angst vor Ansteckung verloren die Badestuben an Bedeutung. Man wusch sich nicht mehr, sondern begnügte sich damit, sich zu „beduften“.

Erst mit der Renaissance gewannen hygienische Maßnahmen und die Schönheitspflege wieder an Bedeutung. Die Mode erlebte ebenfalls einen Höhepunkt, aber je prächtiger die Kleidungsstücke wurden, desto mehr geriet die körperliche Reinlichkeit wieder in den Hintergrund, Waschen galt sogar als unfein, da man sich vorstellte, durch die Hautporen gelange Badewasser in den Körper und könne diesen verunreinigen.